
| SCHREIBEN VON JOHANNES PAUL II. |
| ANLÄSSLICH DES 100. JAHRESTAGES DER WEIHE DER MENSCHHEIT AN DAS HEILIGSTE HERZ JESU |
| Liebe Brüder und Schwestern! |
| 1. Der 100. Jahrestag der Weihe des Menschengeschlechts an das Heiligste Herz Jesu, die mein Vorgänger Leo XIII. mit der Enzyklika Annum Sacrum (25. Mai 1899: Leonis XIII P.M. Acta, XIX [1899], 7180) für die ganze Kirche beschloß und die am 11. Juni 1899 erfolgte, veranlaßt uns in erster Linie zur Dankbarkeit gegenüber dem, der »uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst hat durch sein Blut; der uns zu Königen und zu Priestern vor Gott, seinem Vater, gemacht hat« (vgl. Offb 1,5). |
| Dieser f reudige Anlaß erweist sich heute als besonders günstig, um über die Bedeutung und den Wert jener wichtigen kirchlichen Handlung nachzudenken. Mit der Enzyklika Annum Sacrum bestätigte Papst Leo XIII. die Weisungen seiner Vorgänger, damit die Verehrung und Spiritualität des Heiligsten Herzens nachdrücklich in Schutz genommen und in helleres Licht gerückt werde. Durch die Weihe wollte er darüber hinaus »hervorragende Früchte der Heiligkeit an erster Stelle zugunsten der Christenheit, aber auch der ganzen menschlichen Gesellschaft« erzielen (vgl. ebd., S. 71). Mit seiner Forderung, nicht nur die Gläubigen, sondern alle Menschen zu weihen, gab er der Weihe, die damals schon seit zwei Jahrhunderten von Einzelpersonen, Gruppen, Bistümern oder Ländern praktiziert wurde, eine neue Orientierung und einen neuen Sinn. |
| Die Weihe des Menschengeschlechts an das Herz Jesu wurde von Leo XIII. deshalb als »Vollendung und Krönung aller Ehren [. . .], die dem Heiligsten Herzen Jesu erwiesen werden«, bezeichnet (ebd., S. 72). Diese Weihe, so erklärt die Enzyklika, verdanken wir Christus, dem Erlöser der Menschheit, für das, was er in sich selbst ist, und für das, was er für alle Menschen getan hat. Da der Gläubige im Heiligsten Herzen dem Symbol und lebendigen Abbild der unendlichen Liebe begegnet, die schon allein uns zur gegenseitigen Liebe anspornt, kann er nicht umhin, das Bedürfnis nach einer persönlichen Beteiligung am Heilswerk zu verspüren. Deshalb ist jedes Mitglied der Kirche eingeladen, in der Weihe ein Sich-Schenken und Sich-Verpflichten gegenüber Jesus Christus, dem König der verlorenen Söhne, zu sehen; dieser König ruft alle zum Hafen der Weisheit und zur Einheit des Glaubens. Er ist der König aller, die darauf warten, »in das Licht Gottes und seines Reiches« eingeführt zu werden (vgl. Weiheformel). Die so verstandene Weihe kann sogar der missionarischen Tätigkeit der Kirche an die Seite gestellt werden, denn sie entspricht dem Wunsch des Herzens Jesu, seine vollkommene Hingabe an das Reich Gottes durch die Glieder seines Leibes auf der Welt zu verbreiten und die Kirche im Opfer für den Vater und in seinem Für-die-anderen-Dasein immer mehr zu vereinen. |
| Die Gültigkeit des Geschehens vom 11. Juni 1899 hat in den Schreiben meiner Vorgänger ihre maßgebliche Bestätigung gefunden; sie lieferten lehramtliche Erläuterungen zur Herz-Jesu-Verehrung und verfügten die periodische Erneuerung des Weiheakts. Unter ihnen erinnere ich besonders gerne an folgende: den heiligen Nachfolger Leos XIII., Papst Pius X., der 1906 eine Erneuerung der Weihe alle zehn Jahre bestimmte; Papst Pius XI. ehrwürdigen Angedenkens, der in seinen Enzykliken Quas primas im Zusammenhang mit dem Hl. Jahr 1925 und Miserentissimus Redemptor darauf Bezug nahm; an seinen Nachfolger, den Diener Gottes Pius X II., der sich in den Enzykliken Summi Pontificatus und Haurietis aquas mit diesem Thema befaßte. Der Diener Gottes Paul VI. schließlich behandelte es im Licht des II. Vatikanischen Konzils im Apostolischen Schreiben Investigabiles divitias und im Schreiben Diserti interpretes, das er am 25. Mai 1965 an die Generaloberen der Kongregationen richtete, die nach dem Herzen Jesu benannt sind. |
| Auch ich habe mehrmals meine Brüder im Bischofsamt, Priester, Ordensleute und Gläubige aufgefordert, die ursprünglichen Formen der Herz-Jesu-Verehrung in ihrem Leben zu pflegen. In diesem Jahr, das Gottvater gewidmet ist, möchte ich an das erinnern, was ich in der Enzyklika Dives in misericordia schrieb: »Die Kirche bekennt und verehrt das Erbarmen Gottes, so will es scheinen, auf besondere Weise, indem sie sich an Christi Herz wendet. Tatsächlich erlaubt uns gerade die Hinwendung zu Christus im Geheimnis seines Herzens, bei diesem Thema der Offenbarung, der erbarmenden Liebe des Vaters, zu verweilen, das den innersten Kern der messianischen Sendung des menschgewordenen Gottessohnes ausmacht: ein zentraler Punkt und gleichzeitig der dem Menschen am leichtesten zugängliche« (Nr. 13). Anläßlich des Fests des Heiligsten Herzens im Juni habe ich die Gläubigen oft ermahnt, an der Praxis dieser Verehrung festzuhalten: »Es handelt sich um eine Botschaft, die in unseren Tagen außerordentlich aktuell ist«, denn »gerade aus dem Herzen des Sohnes Gottes, der am Kreuz gestorben ist, entsprang die immerwährende Quelle des Lebens, die jedem Menschen Hof fnung gibt. Aus dem Herzen des gekreuzigten Christus geht die neue, von der Sünde erlöste Menschheit hervor. Der Mensch des Jahres 2000 braucht das Herz Christi, um Gott zu erkennen und sich selbst zu erkennen; er bedarf seiner, um die Zivilisation der Liebe aufzubauen « (Ansprache bei der Generalaudienz am 8. Juni 1994; O.R. dt., Nr. 24, 17.6.1994, S. 2). |
| Die Weihe des Menschengeschlechts im Jahr 1899 stellt einen außerordentlichen Schritt auf dem Weg der Kirche dar, und es ist auch heute wertvoll, sie jedes Jahr am Fest des Heiligsten Herzens zu erneuern. Das gilt auch für den Akt der Erneuerung, den wir am Christkönigsfest vollziehen. Die Worte Leos XIII. klingen auch heute zeitgemäß: »Wir müssen uns also an den wenden, der Weg, Wahrheit und Leben ist. Wir sind fehlgegangen: Nun müssen wir auf den Weg zurückkommen. Die Gewissen haben sich verfinstert: Die Finsternis muß durch das Licht der Wahrheit zerstreut werden. Der Tod hat die Oberhand gewonnen: Wir müssen dem Leben zum Sieg verhelfen « (vgl.Annum Sacrum, a.a.O., S. 78). Ist dies etwa nicht das Programm des II. Vatikanischen Konzils und meines eigenen Pontifikats? |
| 2. Während wir uns auf die Feier des Großen Jubeljahrs 2000 vorbereiten, hilft uns dieser 100. Jahrestag, unsere Menschlichkeit mit Hoffnung zu betrachten und ein vom Licht Christi »der Weg und die Wahrheit und das Leben« (Joh 14,6) erleuchtetes drittes Jahrtausend zu erkennen. |
| Der Glauben stellt fest, daß »die Störungen des Gleichgewichts, an denen die moderne Welt leidet, mit jener tiefer liegenden Störung des Gleichgewichts zusammenhängen, die im Herzen des Menschen ihren Ursprung hat« (Gaudium et spes, 10). Der Glauben entdeckt aber auch glücklicherweise, daß sich »im Geheimnis des fleischgewordenen Wortes das Geheimnis des Menschen wahrhaft aufklärt« (ebd., 22). »Denn er, der Sohn Gottes, hat sich in seiner Menschwerdung gewissermaßen mit jedem Menschen vereinigt. Mit Menschenhänden hat er gearbeitet, mit menschlichem Geist gedacht, mit einem menschlichen Willen hat er gehandelt, mit einem menschlichen Herzen geliebt« (ebd.). Gott wollte, daß der Getaufte, »dem österlichen Geheimnis verbunden und dem Tod Christi gleichgestaltet, durch Hof fnung gestärkt, der Auferstehung entgegen « geht, aber das gilt auch »für alle Menschen guten Willens, in deren Herzen die Gnade unsichtbar wirkt« (ebd.). »Alle Menschen so erin - nert das II. Vatikanische Konzil weiterhin werden zu dieser Einheit mit Christus gerufen, der das Licht der Welt ist: Von ihm kommen wir, durch ihn leben wir, zu ihm streben wir hin« (Lumen gentium, 3). |
| In der Dogmatischen Konstitution über die Kirche wird ganz vorbildlich ausgeführt: »Durch die Wiedergeburt und die Salbung mit dem Heiligen Geist werden die Getauften zu einem geistigen Bau und einem heiligen Priestertum geweiht, damit sie in allen Werken eines christlichen Menschen geistige Opfer darbringen und die Machttaten dessen verkünden, der sie aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat (vgl. 1 Petr 2,410). So sollen alle Jünger Christi ausharren im Gebet und gemeinsam Gott loben (vgl. Apg 2,4247) und sich als lebendige, heilige, Gott wohlgefällige Opfergabe darbringen (vgl. Röm 12,1); überall auf Erden sollen sie für Christus Zeugnis geben und allen, die es fordern, Rechenschaft ablegen von der Hoffnung auf das ewige Leben, die in ihnen ist (vgl. 1 Petr 3,15)« (LG, 10). Angesichts des Auftrags zur Neuevangelisierung sieht sich der Christ, der mit Blick auf das Herz Christi, Herr der Zeit und der Geschichte, sich ihm weiht und dadurch zugleich seine Brüder weiht, als Träger von Christi Licht. Von seiner Dienstbereitschaft beseelt, trägt er dazu bei, allen Menschen die Aussicht ihrer Erhebung zur eigenen, persönlichen und gemeinschaftlichen Erfüllung zu eröffnen. »Beim Herzen Christi lernt das Herz des Menschen den wahren und einzigartigen Sinn seines Lebens und seiner Bestimmung erkennen, den Wert eines wahrhaft christlichen Lebens begreifen, sich vor gewissen Entartungen des menschlichen Herzens schützen und die Liebe eines Kindes zu Gott mit der Liebe zum Nächsten vereinen« (Botschaft an die Gesellschaft Jesu, 5. Oktober 1986, DAS [1986], S. 1621). |
| Ich möchte all jenen meine Unterstützung und Ermutigung aussprechen, die in welcher Position auch immer die Herz-Jesu-Verehrung in der Kirche weiter pflegen, vertiefen und fördern; sie tun dies in einer Sprach- und Ausdrucksform, die unserer Zeit angemessen ist, damit diese Verehrung den künftigen Generationen in dem Geist, der sie immer beseelt hat, weitergegeben werden kann. Auch heute geht es darum, die Gläubigen dahin zu führen, ihren Blick in Anbetung auf das Geheimnis Christi, Gott und Mensch, zu richten, um zu Männern und Frauen verinnerlichten Lebens zu werden, zu Menschen also, die eine Berufung zum neuen Leben, zur Heiligkeit, zur Wiedergutmachung, die apostolische Zusammenarbeit zum Heil der Welt ist, empfinden und leben, Menschen, die sich auf die Neuevangelisierung vorbereiten, indem sie Christi Herz als Mittelpunkt der Kirche anerkennen: Die Welt muß unbedingt verstehen, daß das Christentum die Religion der Liebe ist. |
| Das Herz des Erlösers lädt uns ein, zur Liebe des Vaters zurückzufinden, der die Quelle jeder echten Liebe ist: »Nicht darin besteht die Liebe, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat« (1 Joh 4,10). Die Liebe, die Jesus den Menschen schenkt, empfängt er unaufhörlich vom Vater, reich an Erbarmen und Mitleid (vgl. Eph 2,4; Jak 5,11). Ganz besonders offenbart sein Herz die Großzügigkeit Gottes gegenüber dem Sünder. In seiner Reaktion auf die Sünde vermindert Gott seine Liebe nicht, sondern weitet sie aus in einem Akt der Barmherzigkeit, der zur Initiative der Erlösung wird. |
| Die Betrachtung des Herzens Jesu in der Eucharistie wird die Gläubigen dazu anspornen, in diesem Herzen nach dem unerschöpflichen Geheimnis des Priestertums Christi und der Kirche zu suchen. In Gemeinschaft mit ihren Brüdern und Schwestern können sie so die spirituelle Sanftheit der Liebe an ihrer Quelle selbst kosten. Es wird jedem Menschen geholfen, die eigene Taufe neu zu entdecken, damit er sich ihrer apostolischen Dimension, die in der Verbreitung der Liebe und in der Evangelisierunssendung gelebt werden muß, besser bewußt wird. Jeder wird noch eifriger zum Herrn der Ernte beten (vgl. Mt 9,38), damit er der Kirche »Hirten nach seinem Herzen« (vgl. Jer 3,15) gewähre, die Christus, den Guten Hirten, lieben, ihr eigenes Herz nach dem Abbild seines Herzens gestalten und bereit sind, in die Straßen der Welt hinauszugehen, um allen Menschen zu verkünden, daß er der Weg und die Wahrheit und das Leben ist (vgl. Pastores dabo vobis, 82). Dazu wird sich eine tätige Mithilfe ergeben, damit auch viele Jugendliche von heute, die der Stimme des Heiligen Geistes folgsam sind, so ausgebildet werden, daß sie die großen Erwartungen der Kirche und der Menschheit im Innersten ihres Herzens erklingen lassen und der Einladung Christi folgen, um sich mit ihm, voller Enthusiasmus und Freude, »für das Leben der Welt« (Joh 6,51) zu weihen. |
| 3. Das Zusammentreffen dieser Hundertjahrfeier mit dem letzten Vorbereitungsjahr auf das Große Jubeljahr 2000, das die Aufgabe hat, »den Horizont des Gläubigen gemäß der Sichtweite Christi selbst zu erweitern: die Sichtweite des Vaters im Himmel (vgl. Mt 5,45)« (Tertio millennio adveniente, 49), ist eine willkommene Gelegenheit zur Vorstellung des Herzens Jesu, »Feuerofen der Liebe, [. . .] Symbol und ausdrucksstarkes Bild jener ewigen Liebe, mit der Gott die Welt so sehr geliebt hat, daß er seinen einzigen Sohn hingab (Joh 3,16)« (vgl. Paul VI., Investigabiles divitias, 5: AAS 57 [1965], 268). Der Vater »ist die Liebe« (1 Joh 4,8.16), und der eingeborene Sohn Christus offenbart dessen Geheimnis, während er dem Menschen den Menschen vollkommen offenbart. |
| In der Herz-Jesu-Verehrung hat das prophetische, vom Evangelisten Johannes zitierte Wort Form angenommen: »Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben« (Joh 19,37; Sach 12,10). Es ist ein kontemplativer Blick, der sich darum bemüht, in das Innere der Empfindungen Christi, wahrer Gott und wahrer Mensch, einzudringen. In dieser Verehrung bestätigt und vertieft der Glaubende die Aufnahme des Geheimnisses der Menschwerdung, die das Wort mit den Menschen solidarisch und zum Zeugnis dafür macht, daß Gott den Menschen sucht. Diese Suche entspringt dem Innersten Gottes, der den Menschen »von Ewigkeit her in dem Wort liebt und ihn in Christus zur Würde der Sohnschaft erhöhen will« (TMA, 7). Gleichzeitig erforscht die Herz-Jesu-Verehrung das Geheimnis der Erlösung, um darin die Dimension der Liebe zu entdecken, die sein Heilsopfer beseelt hat. |
| In Christi Herz ist das Wirken des Heiligen Geistes lebendig, dem Jesus die Inspiration seiner Sendung zuschreibt (vgl. Lk 4,18; Jes 61,1) und dessen Herabkunft er beim Letzten Abendmahl versprochen hatte. Dieser Geist hilft uns, das vielfältige Zeichen der durchbohrten Seite Christi zu begreifen, aus der die Kirche hervorgegangen ist (vgl. Sacrosanctum Concilium, 5). »Die Kirche wie Paul VI. schreibt ist aus dem offenen Herzen des Erlösers entstanden und erhält von diesem Herzen Nahrung, weil Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen (Eph 5,2526)« (vgl. Diserti interpretes). Durch den Heiligen Geist verbreitet sich die Liebe, die das Herz Jesu erfüllt, im Herzen der Menschen (vgl. Röm 5,5) und bewegt sie zur Verehrung seines »unergründlichen Reichtums« (Eph 3,8) und zur kindgleichen und vertrauensvollen Anrufung des Vaters (vgl. Röm 8,1516) durch den Auferstandenen, »denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten« (Hebr 7,25). |
| 4. Die Verehrung des Herzens Christi, »der universale Sitz der Gemeinschaft mit Gott Vater, der Sitz des Heiligen Geistes« (Ansprache bei der Generalaudienz am 8. Juni 1994, 1; O.R. dt., Nr. 24, 17.6.1994, S. 2), neigt zu einer Festigung unserer Bande mit der Heiligen Dreifaltigkeit. Deshalb bereitet die Hundertjahrfeier der Weihe des Menschengeschlechts an das Heiligste Herz die Gläubigen auf das Jubeljahr vor, sowohl im Hinblick auf das Ziel der »Verherrlichung der Dreifaltigkeit [. . .], von der alles kommt und der sich alles zuwendet in Welt und Geschichte« (TMA, 55), als auch bezüglich seiner Hinwendung auf die Eucharistie (vgl. ebd.), worin das Leben, das Christus in Fülle geben möchte (vgl. Joh 10,10), all jenen vermittelt wird, die von ihm essen, um von ihm zu leben (vgl. Joh 6,57). Die ganze Herz-Jesu- Verehrung ist in allen ihren Ausdrucksformen tief eucharistisch geprägt: Sie äußert sich in frommen Übungen, die die Gläubigen zu einem Leben im Einklang mit dem »gütigen und von Herzen demütigen« (vgl. Mt 11,29) Christus anregen, und wird in der Anbetung vertieft. Sie wurzelt und findet ihren Höhepunkt in der Teilnahme an der hl. Messe, vor allem am Sonntag, wo die Herzen der Gläubigen, brüderlich in der Freude versammelt, das Wort Gottes hören, mit Christus das Opfer ihrer selbst und ihres ganzen Lebens darbringen lernen (vgl. SC, 48), sich vom österlichen Mahl des Leibes und Blutes des Erlösers nähren und sich bemühen, immer mehr zu Evangelisierern und Zeugen der Solidarität und Hoffnung zu werden, indem sie die in Christi Herzen pulsierende Liebe vollkommen teilen. |
| Wir danken Gott, unserem Vater, der uns seine Liebe im Herzen Christi offenbart und uns durch die Salbung des Heiligen Geistes geweiht hat (vgl. LG, 10), damit wir, mit Christus vereint, ihn überall anbeten, einen heiligmäßigen Lebenswandel führen und dadurch die Welt selbst (vgl. ebd., 34) und das neue Jahrtausend Gott weihen. |
| Im Bewußtsein der großen Herausforderung, die vor uns steht, bitten wir um die Hilfe der seligen Jungfrau, Mutter Christi und Mutter der Kirche. Möge sie das Volk Gottes über die Schwelle des bald beginnenden Jahrtausends führen. Sie erleuchte es auf den Wegen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe! Insbesondere möge sie jedem Christen helfen, mit großherziger Konsequenz seine Weihe an Christus zu leben, die ihr Fundament im Sakrament der Taufe hat und die ihre angemessene Bestätigung in der persönlichen Weihe an das Heiligste Herz Jesu erfährt, denn nur darin kann die Menschheit Vergebung und Heil finden. |
| Warschau, 11. Juni 1999, Fest des Heiligsten Herzens Jesu |
| IOANNES PAULUS II |
| Atto di devozione al Sacro Cuore di Gesù e Beatificazione del Servo di Dio Stefan Wincenty Frelichowski nella spianata dellAeroclub di Torun , 07.06.1999 |
| ATTO DI DEVOZIONE AL SACRO CUORE DI GESÙ E BEATIFICAZIONE DEL SERVO DI DIO STEFAN WINCENTY FRELICHOWSKI, NELLA SPIANATA DELLAEROCLUB DI TORUN |
| Lasciata lUniversità Mikolaj Kopernik, Giovanni Paolo II si è trasferito nella spianata dellAeroclub di Torun dove alle 18.30 ha presieduto il Rito di Beatificazione del martire Padre Stefan Wincenty Frelichowski (1913-1945), sacerdote della diocesi di Pelplin, morto nel campo di concentramento di Dachau. |
| Dopo lindirizzo di saluto del Vescovo di Torun, Mons. Andrzej Suski, il Santo Padre ha proclamato Beato Padre Frelichowski ed ha quindi presieduto lAtto di devozione al Sacro Cuore di Gesù con la Consacrazione del genere umano. |
| Riportiamo di seguito lomelia pronunciata dal Papa nel corso del Sacro Rito: |
| 1. «Serce Jezusa, pokoju i pojednanie nasze, zmiluj sie nad nami». |
| Pochylamy sie z wiara przed wielka tajemnica milosci Boskiego Serca i pragniemy oddac Mu czesc i chwale. Witaj, Jezu, witaj Serce Boze Syna Czlowieczego, które tak bardzo umilowalo ludzi. |
| Skladam dzieki Bogu za to, ze dane mi jest dzisiaj nawiedzic mloda diecezje torunska i wspólnie z wami wielbic Najswietsze Serce Zbawiciela. Z radoscia dziekuje Bozej Opatrznosci za dar nowego blogoslawionego, kaplana i meczennika Stefana Wincentego Frelichowskiego, heroicznego swiadka milosci pasterskiej. Pozdrawiam serdecznie wszystkich zgromadzonych na tym nabozenstwie czerwcowym. W szczególny sposób pozdrawiam ksiedza biskupa Andrzeja - Pasterza Kosciola torunskiego, biskupa pomocniczego, duchowienstwo, osoby konsekrowane i caly Lud Bozy tej ziemi. Pozdrawiam bliski mojemu sercu Torun i piekne Pomorze nadwislanskie. Ciesze sie, ze moglem przybyc do waszego miasta, które slawa okryl Mikolaj Kopernik. Znany tez jest Torun z podejmowanych w ciagu historii wysilków na rzecz pokoju. To wlasnie tu doszlo do dwukrotnego zawarcia traktatów pokojowych, które otrzymaly w historii miano Pokoju Torunskiego. W tym miescie równiez mialo miejsce spotkanie przedstawicieli katolików, luteranów i kalwinistów z calej Europy, które otrzymalo nazwe Colloquium Charitativum, czyli «Rozmowa Braterska». Szczególnej wymowy nabieraja tu slowa Psalmisty: «ze wzgledu na moich braci i przyjaciól bede mówil: "Pokój w tobie!" Przez wzglad na dom Pana, Boga naszego, bede sie modlil o dobro dla ciebie» (Ps 122, 7-9). |
| 2. «Serce Jezusa, pokoju i pojednanie nasze». |
| Oto Serce Odkupiciela - czytelny znak Jego niezwyciezonej milosci i niewyczerpane zródlo prawdziwego pokoju. W Nim «mieszka cala Pelnia: Bóstwo, na sposób ciala» (Kol 2, 9). Pokój, który przynosi na ziemie Chrystus, pochodzi wlasnie z tej Pelni i z tej Milosci. Jest darem milujacego Boga, który ukochal czlowieka w Sercu Jednorodzonego Syna. |
| «On jest naszym pokojem» (por. Ef 2, 14) - wola swiety Pawel. Tak, Jezus jest pokojem, jest naszym pojednaniem. To On zburzyl wrogosc, jaka powstala po grzechu czlowieka i pojednal z Ojcem wszystkich ludzi przez smierc na Krzyzu. Na Golgocie zostalo przebite wlócznia Serce Chrystusa na znak Jego zupelnego daru z siebie, milosci ofiarnej, zbawczej, która «do konca nas umilowal» (por. J 13, 1), budujac fundament pod przyjazn Boga z ludzmi. |
| Oto dlaczego pokój Chrystusa jest inny niz ten, jaki wyobraza sobie swiat. Zwracajac sie do Apostolów w Wieczerniku przed swoja smiercia, Chrystus powiedzial wyraznie: «Pokój mój zostawiam wam, pokój mój daje wam. Nie tak jak daje swiat, Ja wam daje» (J 14, 27). Podczas gdy ludzie rozumieli pokój przede wszystkim na plaszczyznie doczesnej i zewnetrznej, Chrystus mówi, ze wyplywa on z porzadku nadprzyrodzonego, ze jest wynikiem zjednoczenia z Bogiem w milosci. |
| Kosciól nieustannie zyje Ewangelia pokoju. Glosi ja wszystkim ludom i narodom. Niestrudzenie ukazuje drogi pokoju i pojednania. Wprowadza pokój, burzac mury uprzedzen i wrogosci miedzy ludzmi. Czyni to przede wszystkim przez Sakrament Pokuty i Pojednania, niosac laske Bozego milosierdzia i przebaczenia, dociera do samych korzeni ludzkich niepokojów, leczy zranione grzechem sumienia, tak ze czlowiek doznaje wewnetrznego ukojenia i staje sie nosicielem pokoju. Kosciól dzieli sie tez tym pokojem, którego sam na co dzien doswiadcza w Eucharystii. Eucharystia jest szczytem naszego pokoju. W niej dokonuje sie ofiara pojednania z Bogiem i bracmi, rozbrzmiewa slowo Boze zwiastujace pokój, plynie nieustanna modlitwa: «Baranku Bozy, który gladzisz grzechy swiata, obdarz nas pokojem». W Eucharystii otrzymujemy dar samego Jezusa, który ofiaruje siebie i staje sie naszym pokojem. Doswiadczamy wówczas ze szczególna wyrazistoscia, ze tego pokoju swiat dac nie moze, bo go nie zna (por. J 14, 27). |
| Slawimy dzisiaj pokój naszego Pana Jezusa Chrystusa; pokój, jakiego On udzielil tym wszystkich, którzy zetkneli sie z Nim w czasie Jego ziemskiego zycia. Pokój, którym radosnie pozdrowil uczniów po swoim zmartwychwstaniu. |
| 3. «Blogoslawieni, którzy wprowadzaja pokój, albowiem oni beda nazwani synami Bozymi» (Mt 5, 9). |
| Tak mówi do nas Chrystus w Kazaniu na Górze. Z glebi swego milujacego Serca wypowiada pragnienie naszego szczescia. Chrystus wie, ze najwiekszym szczesciem jest takie zjednoczenie z Bogiem, które czyni czlowieka synem Bozym. Posród róznych dróg prowadzacych do pelni szczescia, wskazuje i te, która prowadzi poprzez czynienie pokoju i dzielenie sie nim z innymi. Ludzie pokoju godni sa imienia synów Bozych. Jezus takich ludzi nazywa szczesliwymi. |
| «Blogoslawieni, którzy wprowadzaja pokój». Godnosc tego imienia slusznie przysluguje wyniesionemu dzis do chwaly oltarzy ksiedzu Stefanowi Wincentemu Frelichowskiemu. Cale jego zycie jest bowiem jakby zwierciadlem, w którym odbija sie blask owej Chrystusowej filozofii, wedle której prawdziwe szczescie osiaga ten, kto w zjednoczeniu z Bogiem staje sie czlowiekiem pokoju, czyni pokój i niesie pokój innym. Ten torunski kaplan, który pelnil pasterska posluge przez niespelna osiem lat, dal czytelne swiadectwo swego oddania Bogu i ludziom. Zyjac Bogiem, od pierwszych lat kaplanstwa szedl z bogactwem swojego kaplanskiego charyzmatu wszedzie tam, gdzie trzeba bylo niesc laske zbawienia. Uczyl sie tajników ludzkiej duszy i dostosowywal metody duszpasterskie do potrzeb kazdego spotkanego czlowieka. Te sprawnosc wyniósl z harcerskiej szkoly wrazliwosci na potrzeby innych i stale ja rozwijal w duchu przypowiesci o dobrym pasterzu, który szuka owiec zaginionych i gotów jest zycie dac dla ich ocalenia (por. J 10, 1-21). Jako kaplan zawsze mial swiadomosc, ze jest swiadkiem Wielkiej Sprawy, a równoczesnie z gleboka pokora sluzyl ludziom. Dzieki dobroci, lagodnosci i cierpliwosci pozyskal wielu dla Chrystusa równiez w tragicznych okolicznosciach wojny i okupacji. |
| W dramat wojny niejako wpisywal kolejne rozdzialy poslugi pokoju. Tak zwany Fort VII, Stutthof, Grenzdorf, Oranienburg-Sachsenhausen, wreszcie Dachau - to kolejne stacje jego drogi krzyzowej, na której pozostawal zawsze taki sam: nieustraszony w pelnieniu kaplanskiej poslugi. Szedl z nia zwlaszcza do tych, którzy jej najbardziej potrzebowali - do umierajacych masowo na tyfus, którego w koncu sam padl ofiara. Oddal swoje kaplanskie zycie Bogu i ludziom, niosac pokój ofiarom wojny. Dzielil sie tym pokojem hojnie z innymi, bo dusza jego czerpala sile z Chrystusowego pokoju. A byla to tak wielka moc, ze nawet smierc meczenska nie zdolala zniszczyc tego pokoju. |
| 4. Drodzy Bracia i Siostry, bez wewnetrznej odnowy i bez pokonania zla i grzechu w sercu, a zwlaszcza bez milosci czlowiek nie zdobedzie wewnetrznego pokoju. Pokój moze przetrwac tylko wówczas, gdy jest zakorzeniony w wyzszych wartosciach, oparty na normach moralnych i otwarty na Boga. Nie moze sie natomiast ostac, jesli zostal wzniesiony na grzaskim gruncie religijnej obojetnosci i plytkiego pragmatyzmu. Rodzi sie on w sercu ludzkim i w zyciu spoleczenstwa z ladu moralnego, porzadku etycznego, zachowania Bozych przykazan. |
| Dzielmy sie tym Bozym pokojem z innymi, tak jak to czynil blogoslawiony kaplan i meczennik Wincenty Frelichowski. W ten sposób staniemy sie zaczynem pokoju w swiecie, w spoleczenstwie, w srodowisku, w którym zyjemy i pracujemy. Zwracam sie z tym apelem do wszystkich bez wyjatku, a zwlaszcza do was, drodzy kaplani. Badzcie swiadkami milosiernej milosci Boga. Gloscie z radoscia Ewangelie Chrystusa, rozdajac Boze przebaczenie w Sakramencie Pojednania. Przez swoja posluge starajcie sie przyblizac kazdego do Chrystusa - Dawcy pokoju. |
| Kieruje te slowa równiez do was, drodzy rodzice, którzy jestescie pierwszymi wychowawcami waszych dzieci. Badzcie dla nich obrazem Bozej milosci i przebaczenia, starajac sie ze wszystkich sil budowac rodzine zjednoczona i solidarna. Rodzino, to wlasnie tobie powierzono misje o pierwszorzednym znaczeniu: masz uczestniczyc w budowaniu pokoju, dobra, które jest niezbedne dla rozwoju i poszanowania zycia ludzkiego. |
| Prosze was, wychowawcy, którzy jestescie powolani, aby wpajac mlodemu pokoleniu autentyczne wartosci zycia. Uczcie dzieci i mlodziez tolerancji, zrozumienia i szacunku dla kazdego czlowieka. Wychowujcie mlode pokolenie w klimacie prawdziwego pokoju. To jest ich prawem. To jest waszym obowiazkiem. |
| Wy, mlodzi, którzy nosicie w sercach wielkie aspiracje, uczcie sie zyc w zgodzie i wzajemnym poszanowaniu, solidarnie pomagajac jedni drugim. Podtrzymujcie w waszych sercach dazenie do dobra i pragnienie pokoju (por. Oredzie na swiatowy Dzien Pokoju, 1.01.1997, n. 8). |
| Spoleczenstwa i narody potrzebuja ludzi pokoju, prawdziwych siewców zgody i wzajemnego poszanowania. Ludzi, którzy wypelnia swoje serca pokojem Chrystusowym i poniosa go innym, poniosa go do domów, urzedów i instytucji, miejsc pracy, na caly swiat. Historia i wspólczesnosc pokazuja, ze swiat nie moze dac pokoju. Swiat jest czesto bezradny. Dlatego trzeba mu wskazywac Jezusa Chrystusa, który przez smierc na krzyzu zostawil ludziom swój pokój, zapewniajac nam swa obecnosc przez wszystkie wieki (por. J 14, 27-31). Ilez niewinnej krwi zostalo przelanej w dwudziestym wieku w Europie i na calym swiecie, poniewaz rózne systemy polityczne i spoleczne odeszly od Chrystusowych zasad gwarantujacych sprawiedliwy pokój. Ile krwi niewinnej przelewa sie na naszych oczach. Tragiczne wydarzenia w Kosowie pokazaly i pokazuja to w sposób jakze bolesny. Jestesmy swiadkami, jak bardzo ludzie domagaja sie i pragna pokoju. |
| Mówie te slowa na tej ziemi, która doswiadczyla w swojej historii tragicznych skutków braku pokoju, stajac sie ofiara okrutnych i niszczycielskich wojen. Pamiec drugiej wojny swiatowej jest wciaz zywa, rany tego kataklizmu dziejowego dlugo nie beda calkowicie zabliznione. Niech wolanie o pokój z tego miejsca dotrze do wszystkich na calym swiecie. Pragne powtórzyc slowa, jakie wypowiedzialem w Oredziu wielkanocnym Urbi et Orbi w tym roku: « Pokój jest mozliwy, pokój jest konieczny, pokój jest pierwsza powinnoscia wszystkich! Oby swit trzeciego tysiaclecia stal sie poczatkiem nowej ery, w której szacunek dla kazdego czlowieka i braterska solidarnosc miedzy narodami przezwycieza z Boza pomoca kulture nienawisci, przemocy i smierci». |
| 5. Przyjmujemy z wielka wdziecznoscia swiadectwo zycia blogoslawionego Wincentego Frelichowskiego, wspólczesnego bohatera, kaplana i czlowieka pokoju, jako wezwanie dla naszego pokolenia. Pragne zawierzyc dar tej beatyfikacji w sposób szczególny Kosciolowi torunskiemu, aby strzegl i rozszerzal pamiec wielkich dziel Boga, jakie dokonaly sie w krótkim zyciu tego kaplana. Zawierzam ten dar nade wszystko kaplanom tej diecezji i calej Polski. Ksiadz Frelichowski juz na poczatku swojej drogi kaplanskiej napisal: «Musze byc kaplanem wedlug Serca Chrystusa». Jesli ta beatyfikacja jest wielkim dziekczynieniem Bogu za jego kaplanstwo, to jest równiez uwielbieniem Boga za cuda Jego laski, jakie dokonuja sie przez rece wszystkich kaplanów - równiez przez wasze rece. Pragne takze zwrócic sie do calej rodziny polskich harcerzy, z która nowy blogoslawiony byl gleboko zwiazany. Niech stanie sie dla was patronem, nauczycielem szlachetnosci i oredownikiem pokoju i pojednania. |
| Za kilka dni przypada setna rocznica poswiecenia calej ludzkosci Najswietszemu Sercu Pana Jezusa. Dokonalo sie ono we wszystkich diecezjach za sprawa Papieza Leona XIII, który w tym celu oglosil Encyklike Annum sacrum. Pisal w niej: «Serce Boze jest symbolem i zywym obrazem nieskonczonej milosci Jezusa Chrystusa, która nas pobudza do odwzajemnienia sie równiez miloscia» (n. 2). Przed chwila odnowilismy wspólnie akt poswiecenia Najswietszemu Sercu Pana Jezusa. Dalismy w ten sposób wyraz najwyzszego holdu, a takze naszej wiary w Chrystusa - Odkupiciela czlowieka. On jest «Alfa i Omega, Poczatkiem i Koncem» (por. Ap 21, 6), do Niego nalezy ten swiat i jego losy. |
| Dzisiaj, kiedy oddajemy czesc Jego Najswietszemu Sercu, módlmy sie goraco o pokój. Przede wszystkim o pokój w naszych sercach, ale takze w naszych rodzinach, narodzie i na calym swiecie. |
| Serce Jezusa, pokoju i pojednanie nasze |
| - zmiluj sie nad nami! |
| MENSAGEM DO SANTO PADRE |
| AOS PEREGRINOS REUNIDOS EM ORAÇÃO |
| NO SANTUÁRIO DE PARAY-LE-MONIAL (FRANÇA) |
| A D. LOUIS-MARIE BILLÉ |
| Arcebispo de Lião Presidente |
| da Conferência dos Bispos da França |
| 1. No momento em que numerosos peregrinos se preparam para celebrar em Paray-le-Monial a solenidade do Sagrado Coração e recordar a Consagração do género humano ao Sagrado Coração de Jesus, feita há cem anos pelo Papa Leão XIII, é-me grato apresentar- lhes, através de Vossa Excelência, as minhas cordiais saudações e, mediante a oração, unir-me ao seu itinerário espiritual e ao de todas as pessoas que neste dia fazem um acto de oferta ao Sagrado Coração. |
| 2. Depois de São João Eudes, que nos ensinou a contemplar Jesus, o coração dos corações, no coração de Maria, e a fazer com que amássemos estes dois corações, o culto prestado ao Sagrado Coração expandiu-se sobretudo graças a Santa Margarida Maria, religiosa da Visitação em Paray-le-Monial. No dia 11 de Junho de 1899, ao convidar todos os Bispos a associarem-se à sua iniciativa, Leão XIII pedia ao Senhor que fosse o Rei de todos os fiéis, assim como dos homens que O tinham abandonado ou daqueles que não O conheciam, suplicando-Lhe que os levasse à Verdade e os conduzisse Àquele que é a Vida. Na Encíclica Annum sacrum, ele expressara a sua compaixão pelos homens que estão longe de Deus e o seu desejo de os confiar a Cristo Redentor. |
| 3. A Igreja não cessa de contemplar o amor de Deus, manifestado de maneira sublime e particular no Calvário, durante a paixão de Cristo, sacrifício que se tornou sacramentalmente presente em cada Eucaristia. «Do coração amantíssimo de Jesus procedem todos os sacramentos, mas sobretudo o maior de todos, o sacramento do amor, pelo qual Jesus quis ser o companheiro da nossa vida, o alimento das nossas almas, sacrifício dum valor infinito» (Santo Afonso M. de Ligório, Meditação sobre o amantíssimo coração de Jesus, por ocasião da novena em preparação para a festa do Sagrado Coração). Cristo é uma fornalha ardente de amor que chama e aplaca: «Vinde a Mim, [...] porque sou manso e humilde de coração» (Mt 11, 28-29). |
| O coração do Verbo encarnado é o sinal do amor por excelência; também eu pessoalmente ressaltei a importância de os fiéis penetrarem o mistério deste coração transbordante de amor pelos homens, que contém uma mensagem de extraordinária actualidade (cf. Redemptor hominis, 8). Como escrevia São Cláudio La Colombière, «eis o Coração que amou tanto os homens e que nada poupou, até se exaurir e se consumir a fim de testemunhar o seu amor» (Escritos espirituais, n. 9). |
| 4. Ao aproximar-se o terceiro milénio, «o amor de Cristo nos constrange» (2 Cor 5, 14) a fazer com que seja conhecido e amado o Salvador, que derramou o seu sangue pelos homens. «Eu consagro-Me por eles, para eles serem também consagrados na verdade» (Jo 17, 19). Portanto, exorto vivamente os fiéis a adorarem Cristo presente no Santíssimo Sacramento do altar, deixando que Ele cure as nossas consciências, nos purifique, nos ilumine e nos unifique. No encontro com Ele, os cristãos hão-de haurir a força para a sua vida espiritual e a sua missão no mundo. Com efeito, na intimidade com o divino Mestre, ao descobrirem o amor infinito do Pai, eles serão verdadeiros adoradores em espírito e verdade. A fé ser-lhes-á reavivada; entrarão no mistério de Deus e serão profundamente transformados por Cristo. Nas provações e alegrias, conformarão a própria vida ao mistério da Cruz e da Ressurreição do Salvador (cf. Concílio Ecuménico Vaticano II, Gaudium et spes, 10). Tornar-se-ão, todos os dias, cada vez mais filhos no Filho. Então, por meio deles, o amor difundir-se-á no coração dos homens, para que se construa o Corpo de Cristo que é a Igreja e se edifique uma sociedade de justiça, de paz e de fraternidade. Serão intercessores da humanidade inteira, uma vez que cada alma que se eleva para Deus, eleva também o mundo e contribui de modo misterioso para a salvação gratuitamente oferecida pelo nosso Pai celeste. |
| Convido, pois, todos os fiéis a prosseguirem com piedade na sua devoção ao culto do Sagrado Coração de Jesus, adaptando-a ao nosso tempo, a fim de que não cessem de acolher as suas insondáveis riquezas, às quais respondem com alegria no amor a Deus e aos seus irmãos, encontrando assim a paz, entrando num caminho de reconciliação e afirmando a sua esperança de um dia viver em plenitude junto de Deus, na companhia de todos os santos (cf. Ladainha do Sagrado Coração). É também oportuno transmitir às gerações futuras o desejo de encontrarem o Senhor, de n'Ele fixarem o olhar, a fim de responderem ao apelo à santidade e descobrirem a sua missão específica na Igreja e no mundo, realizando assim a própria vocação baptismal (cf. Conc. Ecum. Vaticano II, Lumen gentium, 10). De facto, a «caridade divina, preciosíssimo dom do Coração de Cristo aos homens», é-lhes comunicada para que sejam, por sua vez, testemunhas do amor de Deus (cf. Pio XII, Enc. Haurietis aquas, III). |
| 5. Ao invocar a intercessão da Virgem Maria, Mãe de Cristo e da Igreja, à qual consagrei os homens e as nações no dia 13 de Maio de 1982, concedo-lhe de bom grado a Bênção Apostólica, assim como a todos os fiéis que, por ocasião da festa do Sagrado Coração, forem em peregrinação a Paray-le-Monial ou que participarem com devoção numa celebração litúrgica ou noutro momento de oração ao Sagrado Coração. |
| Vaticano, 4 de Junho de 1999. |